Panama_weiss Ohne Hut oder eine andere Kopfbedeckung ging Frau bis Ende der Fünfziger Jahre kaum aus dem Haus. Dies galt ebenso für Männer. Erst in den Sechziger Jahren konnten Hüte je nach Lust und Laune getragen oder nicht getragen werden und waren kein Muss mehr – sie wurden Mode-Accessoires.

Obligatorisch ist der Damenhut heute nur noch bei Pferderennen, bei denen man die spektakulärsten Kreationen sehen kann, und in England, wo Frauen und Männer sowieso viel mehr Hut tragen als hierzulande, auch zu Hochzeiten.

Im Durchschnitt kauft eine Frau in ihrem Leben nur zwei bis drei Hüte. Umso wichtiger ist es, den Richtigen auszusuchen. Wenn Sie den Hut gefunden haben, der zu Ihrem Gesicht und Ihrem Stil am besten passt, ist er auch eine größere Investition wert, weil er Sie Jahrzehnte begleiten kann. Feine Stroh- und Filzhüte wie Panama und Fedora von Stetson oder Borsalino können je nach Qualität leicht 500 bis 1000 Euro kosten.

Oft sagt man: Einmal Hut – immer Hut. Wenn Sie eher zur Kategorie der Nicht-Hut-Trägerinnen zählen, möchte ich Sie ermutigen, mit Hüten zu experimentieren.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, nehmen Sie eine Freundin zum Hutkauf mit, die ehrlich ihre Meinung sagt. Im Zweifelsfall lassen Sie sich in verschiedenen Modellen mit der Digitalkamera fotografieren und sehen sich zu Hause das Ergebnis am PC an. Auf Fotos erkennen Sie viel mehr als vor dem Spiegel, welcher Hut Ihnen wirklich steht.

Tipps zur Wahl des passenden Huts

  • Die Hutkrempe darf nie über die Schulter hinaus gehen.
  • Große Frauen sollten kleine Hüte wie Pillbox vermeiden. Sie lassen die Proportionen unausgewogen erscheinen.
  • Kleine Frauen sollten sich nicht von großen Hüten verführen lassen. Sie lassen sie noch kleiner wirken.
  • Die Hutform soll zur Gesichtsform passen.
    Runden Gesichtern schmeicheln gerundete Kronen und Krempen in weichen Materialien, ebenso hohe und eng gekniffene Kronen wie Trilby und Fedora.
  • Eckigen Gesichtern stehen flache Kronen und gerade Krempen. Feines Stroh oder leichter Filz.
  • Abwärts fallende Krempen sind nichts für einen kurzen Nacken. Besser aufwärts führende Krempen tragen.
  • Beanies eigenen sich bestens bei einer hohen Stirn.
  • Bei niedriger Stirn nur Hüte mit hohen Kronen tragen.
  • Schmalen Gesichtern steht ein Hut mit einer runden Krone, z. B. ein Topfhut.
  • Für mollige Figuren eignen sich breite Krempen, die die Proportionen ausbalancieren.
  • Bei Tränensäcken darauf achten, dass die Augen nicht vom Schatten einer tiefen Krempe noch dunkler und auffälliger erscheinen.
  • Zum schlichten Kleid passt ein auffallendes Modell.
  • Zu wadenlangen Röcken, Kleidern oder Mänteln ist ein Topfhut gut geeignet.
  • Trilby und Fedora zu Hosen.
  • Beret zu schmalen Hosen oder zum Etuikleid.
  • Hüte mit Schleier zu glatten, schlichten Kleidern.
  • Pelzhüte nur im Winter!
Fedora_Hut
Fedora
Panama_weiss
Panama
Beret
Beret
Pillbox
Pillbox

Ein Hut kann die Kopfgröße im Verhältnis zum übrigen Körper vergrößern oder verkleinern. Schauen Sie sich deshalb immer in einem Ganzkörperspiegel von allen Seiten an. Stimmen die Proportionen? Der richtige Damenhut soll von allen Seiten Ihrer Figur schmeicheln. Ob Fedora, Panama, Beret oder Pillbox – vielleicht wird er Ihr Markenzeichen!